Fleisch vom Schwein: Fleischkäse / Leberkäse
Leberkäse oder Fleischkäse ist eine bayerische Wurstspezialität. Er erinnert an eine Pastete und gehört zu den Brühwürsten. Der bayerische Kurfürst Karl Theodor hatte 1776 einen Metzger aus Mannheim nach München mitgebracht, der ihn dort erfand. Heute ist Leberkäse in ganz Deutschland, Österreich und zum Teil in der Schweiz erhältlich.
Die Zutaten für Bayerischen Leberkäse sind fettreiches Schweinefleisch, Speck ohne Schwarte, Wasser, Zwiebeln, Salz und Majoran, die mit dem Fleischwolf zu einer feinen Masse verarbeitet werden. Anschließend wird das Brät in einer Kastenform gebacken, bis sich eine braune Kruste gebildet hat. Für groben Leberkäse wird dem Brät noch zerkleinertes, aber nicht gewolftes Fleisch hinzugegeben. Leberkäse enthält im Original weder Leber noch Käse, sondern nur gutes vom Schwein
Traditionell stellen Metzger Leberkäse zweimal täglich her, vormittags und nachmittags, dann wird er noch warm mit einer Semmel oder Brezel als Imbiss angeboten. Kalt kann er geschnitten ähnlich wie Fleischwurst verwendet werden. Zusammen mit frischem Brot, Essiggurken und süßem oder mittelscharfem Senf serviert, ist Leberkäse eine beliebte Brotzeit. In der Pfanne aufgebratener Leberkäse heißt „abgebräunt“ und wird mit Spiegeleiern und Kartoffelsalat serviert. Mancherorts wird er auch paniert oder wie Cordon bleu zubereitet (gefüllter Leberkäse, Eisenbahnerschnitzel, Studentenschnitzel oder Bayerisches Cordon Bleu)